Topische Retinoide wie Adapalen oder Tretinoin gehören zu den etablierten Aknetherapien. Sie beeinflussen die Verhornung im Haarfollikel, helfen verstopfte Poren zu verhindern und wirken je nach Wirkstoff auch entzündungshemmend.
Warum Retinoide oft langfristig gedacht werden
Aknebehandlung braucht Geduld. Retinoide werden nicht nur zur aktiven Therapie, sondern je nach Situation auch zur Erhaltung eingesetzt. Eine Verbesserung entsteht nicht über Nacht.
Reizung am Anfang
Trockenheit, Rötung und Schuppung können auftreten. Deshalb wird die Anwendung individuell angepasst. Verschreibungspflichtige Präparate sollten so genutzt werden, wie es ärztlich besprochen wurde.
Sonnenschutz und milde Pflege
Eine einfache, reizarm aufgebaute Routine erleichtert die Verträglichkeit. Dazu gehören sanfte Reinigung, bei Bedarf Feuchtigkeitspflege und tagsüber Sonnenschutz.
Häufige Fragen
Warum wird die Haut unter Retinoiden anfangs trocken?
Retinoide verändern die Zellumsatz- und Verhornungsprozesse der Haut. In der Eingewöhnungsphase können deshalb Trockenheit, Schuppung und Reizung auftreten. Eine angepasste Häufigkeit und milde Begleitpflege können die Verträglichkeit verbessern; konkrete medizinische Anwendung sollte mit der behandelnden Praxis abgestimmt werden.
Sind Retinoide dasselbe wie Isotretinoin-Tabletten?
Nein. Topische Retinoide werden auf die Haut aufgetragen. Systemisches Isotretinoin wird als Medikament eingenommen und kommt vor allem bei schwerer oder therapieresistenter Akne infrage. Es hat besondere Sicherheitsanforderungen und gehört eindeutig in ärztliche Betreuung.