Benzoylperoxid (BPO) gehört zu den am besten etablierten Wirkstoffen gegen entzündliche Akne. Die aktuelle deutsche Akne-Leitlinie empfiehlt BPO je nach Form und Schweregrad als Einzelwirkstoff oder Bestandteil einer Kombinationstherapie.
Wie wirkt Benzoylperoxid?
BPO wirkt antimikrobiell und kann Entzündungen reduzieren. Ein Vorteil gegenüber Antibiotika ist, dass BPO nicht auf dieselbe Weise zur Ausbildung bakterieller Antibiotikaresistenzen führt. Deshalb spielt es auch in Kombination mit antibiotischen Aknetherapien eine wichtige Rolle.
Typische Nebenwirkungen
Trockenheit, Rötung, Brennen und Schuppung sind möglich, besonders zu Beginn. Deshalb sollte die Anwendung den Produktinformationen beziehungsweise der ärztlichen Empfehlung folgen. BPO kann außerdem Textilien und Haare bleichen – ein praktischer Punkt, der schnell vergessen wird.
Nicht alles gleichzeitig starten
Wer BPO neu einführt, sollte nicht gleichzeitig mehrere weitere potenziell reizende Wirkstoffe beginnen. So bleibt erkennbar, was die Haut verträgt. Bei starker Reaktion Anwendung stoppen und fachlichen Rat einholen.
Weitere Wirkstoffoptionen: Azelainsäure gegen Pickel und Salicylsäure gegen Mitesser und Pickel.
Häufige Fragen
Kann BPO die Haut verschlechtern?
Zu Beginn kann die Haut trockener, gerötet oder schuppig werden. Das ist eine bekannte mögliche Nebenwirkung und nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass „Giftstoffe herauskommen“. Bei deutlicher Reizung sollte die Anwendung reduziert, pausiert oder ärztlich beziehungsweise pharmazeutisch abgeklärt werden.
Warum bleicht Benzoylperoxid Handtücher?
BPO hat oxidierende Eigenschaften und kann Farbstoffe in Textilien verändern. Deshalb sind weiße Handtücher und Bettwäsche während der Anwendung praktisch. Auch Augenbrauen oder Haaransätze sollten nicht unnötig mit dem Produkt in Kontakt kommen.