Körperstellen

Pickel am Rücken: Was bei „Backne“ helfen kann

Pickel am Rücken sind häufig und oft hartnäckig. Erfahre, welche Pflege sinnvoll ist und wann ärztliche Behandlung helfen kann.

Medizinischer HinweisDieser Ratgeber dient der Information und ersetzt keine Diagnose oder individuelle Behandlung durch Ärztinnen oder Ärzte.

Pickel am Rücken werden umgangssprachlich oft „Backne“ genannt. Sie entstehen grundsätzlich nach ähnlichen Mechanismen wie Akne im Gesicht. Weil die Haut am Rücken jedoch schwer erreichbar ist, Kleidung reibt und Schweiß eine Rolle spielen kann, ist die Behandlung im Alltag manchmal umständlicher.

Praktische Maßnahmen im Alltag

  • Nach starkem Schwitzen möglichst zeitnah duschen und Kleidung wechseln.
  • Eng anliegende, scheuernde Kleidung oder Rucksackgurte beobachten.
  • Keine groben Bürsten oder aggressiven Körperpeelings auf entzündeten Stellen verwenden.
  • Bei geeigneten Produkten darauf achten, dass sie für die Anwendung am Körper vorgesehen sind.

Welche Wirkstoffe kommen infrage?

Je nach Art und Schwere können unter anderem Benzoylperoxid, Azelainsäure oder Retinoide Bestandteil einer Aknebehandlung sein. Für größere Flächen ist es besonders wichtig, Dosierung und Anwendungshinweise zu beachten. Bei ausgeprägter Rückenakne kann eine ärztliche Therapie sinnvoller sein als langes Experimentieren mit Kosmetik.

Narben möglichst verhindern

Tiefe Entzündungen am Rücken können Narben hinterlassen. Wer regelmäßig schmerzhafte Knoten oder größere entzündete Bereiche hat, sollte deshalb nicht erst warten, bis Narben entstanden sind. Mehr dazu: Wann sollte man mit Akne zum Hautarzt?.

Häufige Fragen

Kann Sport Rückenpickel verursachen?

Sport an sich verursacht keine Akne. Schweiß, enge Funktionskleidung, Reibung und langes Tragen verschwitzter Kleidung können die Haut aber zusätzlich belasten. Nach dem Training zu duschen und Kleidung zu wechseln ist deshalb eine einfache praktische Maßnahme.

Warum sollte man bei Rückenakne früher an den Hautarzt denken?

Am Rücken können größere Flächen betroffen sein und tiefe Entzündungen werden manchmal spät bemerkt. Zudem ist die Selbstbehandlung schwerer, weil die Region schlecht erreichbar ist. Bei Knoten, Schmerzen oder beginnenden Narben ist eine dermatologische Therapie deshalb besonders sinnvoll.