Pickel loswerden

Pickel ausdrücken: Warum du besser die Finger davon lässt

Ausdrücken wirkt verlockend, kann Entzündung, Pickelmale und Narben aber verschlimmern. Das kannst du stattdessen tun.

Medizinischer HinweisDieser Ratgeber dient der Information und ersetzt keine Diagnose oder individuelle Behandlung durch Ärztinnen oder Ärzte.

Ein sichtbarer Pickel lädt geradezu dazu ein, ihn auszudrücken. Kurzfristig sieht die Stelle manchmal flacher aus. Trotzdem ist Quetschen meist keine gute Idee: Die Haut kann verletzt werden und die Entzündung kann sich verstärken.

Was beim Ausdrücken passieren kann

Ein entzündeter Pickel liegt nicht einfach lose auf der Hautoberfläche. Durch Druck können Talg, Zellreste und entzündliches Material in umliegendes Gewebe gelangen. Gleichzeitig entstehen kleine Verletzungen. Das erhöht das Risiko, dass die Stelle länger rot bleibt oder später ein Pickelmal zurückbleibt.

Besonders tiefe, schmerzhafte Knoten sollten nicht selbst manipuliert werden. Hier ist das Verletzungs- und Narbenrisiko höher.

Was du stattdessen machen kannst

  • Die Stelle in Ruhe lassen und normal weiterpflegen.
  • Bei entzündlichen Pickeln einen geeigneten Wirkstoff nach Packungsangabe verwenden.
  • Die Haut nicht gleichzeitig mit mehreren aggressiven Peelings behandeln.
  • Bei wiederkehrenden oder schweren Entzündungen dermatologisch abklären lassen.

Für eine einfache Routine hilft unser Ratgeber Hautpflege bei unreiner Haut.

Und wenn ein Pickel bereits offen ist?

Dann gilt vor allem: nicht weiter drücken. Die Stelle vorsichtig sauber halten und unnötige Reibung vermeiden. Stark reizende Wirkstoffe gehören nicht auf verletzte Haut, sofern die Produktinformation nichts anderes vorsieht. Hat sich eine größere Wunde gebildet oder breitet sich eine starke Rötung aus, sollte sie medizinisch beurteilt werden.

Häufige Fragen

Darf man einen Pickel mit weißem Kopf ausdrücken?

Auch ein oberflächlich reifer Pickel kann beim Quetschen verletzt werden. Für zu Hause ist deshalb Zurückhaltung die sicherere Variante. Wenn eine professionelle Ausreinigung sinnvoll ist, sollte sie hygienisch und fachgerecht erfolgen. Tiefe oder schmerzhafte Entzündungen gehören nicht in Eigenregie ausgedrückt.

Was hilft gegen die rote Stelle danach?

Nach Manipulation sollte die Haut vor allem in Ruhe gelassen werden. Weitere Reizung durch Peelings, Alkohol oder erneutes Drücken kann die Rötung verlängern. Sonnenschutz ist sinnvoll, wenn die Stelle zu anhaltenden Verfärbungen neigt. Bei zunehmender Schwellung, Schmerzen oder ausgedehnter Rötung sollte medizinisch abgeklärt werden.